Donnerstag, 8. Dezember 2011

den Haag legt Projekt "Buitenring" auf Eis - L 42n jetzt in noch weiterer Ferne

Der niederländische Raad van State hat gestern durch seine Abteilung Verwaltungsrecht das Projekt "Buitenring" auf Eis gelegt, das die Gemeinden der Parkstad Limburg durch eine 26 km lange Schnellstraße miteinander verbinden soll. 125Einsprüche von Organisationen und Privatpersonen lagen gegen das Projekt vor. Eine Berufung ist ausgeschlossen. Der Rat begründete seine Entscheidung damit, dass die Folgen der Schnellstraße für das Naturschutzgebiet Brunssumer Heide nicht hinreichend dargestellt werden konnten. Alle anderen Einsprüche erkannte der Rat nicht an, sah aber Grund genug, das gesamte Projekt zu stoppen. Nun kann die Provinz Limburg einen neuen Einpassungsplan vorlegen, der das Problem der erwarteten zu hohen Stickstoffbelastung für die Brunssumer Heide anders löst.

Die Bewohner von Grotenrath und Teveren dürften die Nachricht mit Genugtuung aufnehmen, ist doch durch diese Entscheidung auch der Druck der niederländischen Seite auf die nordrhein-westfälische Landesregierung, von Landgraaf aus durch eine L 42n eine neue Anbindung an das deutsche Schnellstraßennetz zu schaffen, auf unbestimmte Zeit erheblich gemindert, oder anders gesagt: Da ist erst einmal die Luft raus.
Es mutet schon merkwürdig an, dass den Haag für das eigene Gebiet strenge Maßstäbe für die Brunssumer Heide anlegt, andererseits aber stur auf einem Übergabepunkt vom Buitenring auf die angedachte L 42n besteht, der bloß wenige Meter von der Teverener Heide entfernt liegt.

Hier die Pressenachricht des Raad van State von gestern (für die, die Niederländisch können):
http://www.raadvanstate.nl/pers/persberichten/persbericht/?pressmessage_id=180