Donnerstag, 12. Januar 2012

Projekte 2012: wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt wird auch 2012 einige schöne Meilensteine aufweisen. Ende Januar wird der Bau der neuen Großtankstelle der Fa. Pfennings an der Sittarder Str. ganz abgeschlossen sein. Damit lädt in Geilenkirchen eine Tankstelle und Rastanlage zum Auftanken ein, die auch für den überörtlichen Verkehr Bedeutung haben wird. Die Stadt hat den Auftrag für die Anlage des Kreisverkehrs an der Einmündung Gutenbergstr. in Sittarder Str. in Auftrag gegeben, so dass die Bauarbeiten Ende des Monats beginnen werden. Der Kreisverkehr wird für die aus der Tankanlage ausfahrenden Fahrzeuge und alle, die in das Gewerbegebiet Niederheid wollen, eine große Erleichterung sein. Ganz in der Nähe dieser Großtankstelle entsteht jetzt zügig der neue ungarische Backbetrieb, der über 30 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Aus den Gewerbegebieten Niederheid und Fürthenrode sind auch gute Nachrichten unserer Vorzeigeunternehmen im automotive-Sektor zu vernehmen. Zwei Unternehmen ist jetzt der wichtige unternehmerische Schritt gelungen, von der Kleinserienfertigung von Zubehör für bestimmte Automodelle in die langjährig abgesicherte Großserienfertigung von Fahrzeugteilen für Massenhersteller zu kommen, was sich positiv auf die Auftragslage, die Planungssicherheit und die Mitarbeiterzahlen auswirkt. Kleinräumiger, aber als „Eingangspforte“ in die Stadt sehr wichtig stellt sich der völlig neugestaltete Bahnhof dar, der am kommenden Donnerstag eingeweiht wird. Die Läden und Büros, die dort entstanden sind, werden den Bahnhof über seine rein verkehrliche Bedeutung hinaus zu einem Anziehungspunkt machen. Der behutsame Umgang mit der historischen Architektur und auch die historisch korrekte Farbgebung schaffen eine geschickte Mischung aus historischer Hülle und modernem Interieur.

Das Industriegebiet Lindern wartet seit langen Jahren auf einen großen Investor, der mindestens 80 ha Fläche braucht und einen Großbetrieb zwischen Geilenkirchen, Hückelhoven und Heinsberg platziert. Bisher drehten Interessenten gleich ab, wenn sie auf die Karte schauten, denn das reservierte Gebiet ist bisher nicht gut an das Straßennetz angebunden. Das kann sich nun ändern, weil das Land NRW den Ausbau der Verbindungsstraßen von der A 46 bis an das Industriegebiet heran prioritär behandeln will. Nachdem diese Frage nach langen Jahren geklärt ist, lohnt es sich wieder, zusammen mit dem Land NRW in die Vermarktung dieses Gebiets einzusteigen. Dazu soll jetzt eine interkommunale Gesellschaft gegründet werden.
Kleiner, aber besser zu vermarkten wird das neue Gewerbegebiet sein, das jetzt an der Sittarder Straße gegenüber der oben beschriebenen Großtankstelle erschlossen wird.
Erschließung und Vermarktung sind übrigens zwei Begriffe, die sich schlecht vertragen mit dem Begriff Haushaltssicherungskonzept. Wie kann sich eine Stadt in der Haushaltssicherung es überhaupt leisten, Geld für die Erschließung und Vermarktung neuer Wohngebiete in die Hand zu nehmen? Eine Lösung kann eine Entwicklungsgesellschaft oder eine koordinierte Partnerschaft zwischen der Stadt und Geldinstituten sein. Ich werde in Kürze dem Rat Vorschläge dazu machen. Das geschieht nicht einfach mal so, sondern ist mit einiger Vorbereitungsarbeit seit fast einem Jahr „in der Pipeline“.

Die Stadt Geilenkirchen hat zu wenige Hotelkapazitäten. Dringend benötigt wird ein „Business“-hotel, das übrigens nicht unbedingt in der Stadtmitte, sondern auch am Rande der Gewerbegebiete liegen kann. Es schmerzt schon, immer wieder zu hören, dass Firmen ihre Gäste in Hotels außerhalb Geilenkirchens auslagern müssen. Auch die Gastronomie wird eine Belebung in diesem Jahr erfahren. Die alte „Kornmühle“ wird mit einem neuen, attraktiven Konzept in neuem Glanz erstrahlen. Ich setze mich zusammen mit der Wirtschaftsförderung dafür ein, dass alle bürokratischen Hindernisse so niedrig wie möglich sind, damit wir bald direkt gegenüber dem Gelo-Carré einen weiteren Anziehungspunkt erleben können.

Ganz wichtig für die Innenstadt wird im Frühjahr die Neueröffnung der Galerie im ehemaligen Gebäude „Eisenjansen“ sein. Und, last not least, macht es Freude, den architektonisch sehr gelungenen Umbau des ehemaligen „Stadthotels“ seiner Vollendung entgegenstreben zu sehen.
Allen, die so viel unternehmerischen Geist in Geilenkirchen entfalten, gelten meine besten Wünsche für 2012. Während sich die dunklen Wolken in der Euro-Zone vermehren, können wir froh sein, dass sich in dem wirtschaftlichen Mikroklima Geilenkirchens so viel tut.